Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen


 

 

biene Niels Tange

 

 

Grafik von Niels Tange
Oldenburg 2007

 

 A Unsere äußeren und inneren Anforderungen (A). Anforderungen brauchen und nehmen Energie. Äußere Anforderungen sind z.B. die Aufgaben des Alltags, ein Stellenwechsel, Arbeitslosigkeit oder auch schöne Ereignisse wie Verliebstsein, die Geburt eines Kindes etc. Innere Anforderungen sind unsere Einstellungen, unsere inneren Kritiker, unsere Bedürfnisse etc.
 R Unsere zur Verfügung stehenden äußeren und inneren Ressourcen (R), die wir zur Bewältigung unserer Anforderungen brauchen. Sie sind die Quellen (sources), aus denen wir unsere Energie beziehen. Sie geben uns Energie. Eine äußere Ressource ist z.B. eine Wohnung, in der ich mich wohl fühle, ermutigende Freundschaften. Innere Ressourcen sind z.B. Zuversicht, Relienz, Bereitschaft zu lernen, Gottvertrauen, unsere Fähigkeiten und Kompetenzen, um das alltägliche Leben und Krisen zu bewältigen. Nicht selten ist eine Ressource auch gleichzeitig eine Anforderung/Herausforderung: eine schöne Wohnung z.B. ist eine Quelle von Wohlbefinden und gleichzeitig ist diese Wohnung eine Anforderung, da sie geflegt werden muss, um eine Ressource sein zu können.
 A.>R Positiver Eustress. Die Anforderungen sind punktuell größer als unsere zur Verfügung stehenden Ressourcen. Die bewältigte Anforderung stärkt unsere Ressourcen. Wenn wir z.B. eine Aufgabe/Projekt z.B. Renovierung eines Büros durch alle Hindernisse hindurch bewältigt haben, haben wir viel gelernt: unsere Renovierungsfähigkeiten sind gestärkt, unsere Projektkompetenz ist gereift, unser Zutrauen in zukünftige Projekte, kurz: unsere Überwinderkompetenz haben zugenommen.
A__>R Negativer Distress. Die Anforderungen sind dauerhaft/über einen langen Zeitraum größer als die zur Verfügung stehenden Ressourcen. Unsere Anforderungen werden zu Überforderungen, sie wachsen uns über den Kopf, sie scheinen kein Ende zu nehmen. Gefahr der "versiegenden Quellen", der Erschöpfung, des Burnouts und der Entwicklung einer Identität als Opfer und Überwältigter. Hoffnung und die Energie zur Bewältigung unserer (alltäglichen) Anforderungen nimmt ab.
gM&P Der Mensch und die Persönlichkeit, wie sie zur Zeit, gegenwärtig ist. Diesen Menschen anzunehmen, uns selber anzunehmen, wie wir z.Z. sind, ist immer wieder eine große Herausforderung in unserem Reifeprozess. "Ich darf sein, der ich bin, um zu werden, der ich sein kann" (Otilie Maag)
eLG Der Erwachsene als Lebensgärtner, starke Ressource. Eine der schönsten und stärksten Eigenschaften des eLG ist seine Bereitschaft dazu zu lernen bzw. zu reifen, manches ganz neu zu denken. Diese Lern- und Reifebereitschaft ist der kostbarste Baustein, um die Identität des Überwinders zu entwickeln.
eLG i.Ch. Der erwachsene Lebensgärtner in Christus, sehr starke Ressource. Mit seiner Entscheidung für Jesus Christus hat er die Identität des Siegerseins und Überwinderseins bekommen. Damit sind seine Ressourcen stets größer, als die vorhandenen Anforderungen und Probleme (R__>A). Diese Realtität zu verinnerlichen ist ein lebenslanger Prozess, der mit dem physischen Tod nicht endet. Und er schließt Lebenskrisen, Phasen von Erschöpfung und dem "alten" Gefühl des Überwältigtseins nicht aus. Gott wirkt in all unserer Schwachheit und Zerbrechlichkeit als Sieger und Überwinder in unserer Seele weiter und richtet uns wieder auf.
rM&P Der reife Mensch und die reife Persönlichkeit, wie Gott sie sich gedacht und beabsichtigt hat. Er ist das Lebensziel von dem erwachsenen Lebensgärtner in Christus (eLG i.Ch.). Diese Absicht Gottes wirkt entelechisch im Menschen als Lebensprinzip bzw. als in uns angelegte Sehnsucht nach Reife. Es ist die beste und erstrebenswerteste Ressource. Seine Entwicklung ist lebenslanger Prozess, der mit dem physischen Tod nicht endet.
R__>A Der rM&P hat mit der Ressource Gott immer einen größeren Ressourcenschatz als seine Anforderungen sind (R__>A).